Prisma

Framing

Was ist Framing in den Medien?

Framing (Rahmung) bezeichnet die Art, wie ein Sachverhalt sprachlich und durch Auswahl dargestellt wird — welche Aspekte betont, welche weggelassen und welche Begriffe gewählt werden. Dieselbe Tatsache kann als „Steuererleichterung“ oder „Steuergeschenk“ berichtet werden: Der Inhalt bleibt, die Bewertung kippt.

Framing ist nicht per se Manipulation: Jede Darstellung braucht einen Rahmen, denn niemand kann alles gleichzeitig erzählen. Problematisch wird es, wenn ein Medium systematisch nur einen Rahmen anbietet und ihn als neutrale Beschreibung ausgibt.

Typische Framing-Techniken: aufgeladene Begriffe („Flüchtlingswelle“ vs. „Geflüchtete“), Auslassung von Kontext, Personalisierung („Der Kanzler versagt“ statt Strukturanalyse), Emotionalisierung und die Reihenfolge von Informationen.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich Framing?

Vergleiche mehrere Quellen zur selben Nachricht: Unterscheiden sich Wortwahl, Betonung und Auslassungen deutlich, siehst du die Rahmen. Genau das automatisiert die Prisma-Spektrum-Ansicht.

Ist Framing dasselbe wie Lüge?

Nein. Framing arbeitet mit wahren Aussagen, deren Auswahl und Verpackung eine Bewertung nahelegt. Eine Falschmeldung behauptet Unwahres — Framing färbt Wahres.

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