Prisma

Medien-Bias

Was bedeutet Bias bei Nachrichtenmedien?

Medien-Bias ist die systematische Neigung eines Mediums, Themen und Ereignisse aus einer bestimmten politischen oder weltanschaulichen Perspektive auszuwählen und zu deuten. Bias zeigt sich weniger in einzelnen Artikeln als im Muster: Themenauswahl, Kommentarlinie, Wortwahl und wer zitiert wird.

Bias ist von Faktentreue zu unterscheiden: Ein Medium kann eine klare politische Linie haben und trotzdem sauber recherchieren — oder in der „Mitte“ stehen und schlampig arbeiten. Deshalb bewertet Prisma beide Dimensionen getrennt: politische Einordnung (links bis rechts) und Faktentreue-Konfidenz (0–100).

Wichtig: Bias haben alle Medien, weil Redaktionen aus Menschen mit Perspektiven bestehen. Medienkompetenz heißt nicht, das „unvoreingenommene“ Medium zu finden, sondern die Ausrichtung der eigenen Quellen zu kennen und gezielt zu ergänzen.

Häufige Fragen

Welche deutschen Medien gelten als links oder rechts?

Prisma führt ein öffentliches Register mit 54 deutschsprachigen Quellen und transparenter Begründung — von taz (links) über tagesschau (Mitte) bis Junge Freiheit (rechts). Die vollständige Tabelle steht auf der Methodik-Seite.

Wer entscheidet über die Einordnung?

Bei Prisma eine dokumentierte redaktionelle Methodik mit vier Kriterien, öffentlich einsehbar und versioniert — kein Blackbox-Algorithmus.

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